Karl Verner – ein weltberühmter Sprachwissenschaftler aus Aarhus

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Nur wenige, die heute die alten Gebäude der Aarhus Kathedralschule betreten, das rote und das graue, denken daran, dass hier einst jemand über seinen Büchern schwitzte, der später weltberühmt wurde. Und zwar mit einer Idee, deren Keim an dieser Schule gelegt wurde – und das in einem Fachgebiet, das den meisten Menschen unbekannt ist.

Nur wenige der heutigen Schüler, welche die Vestergade zur Schule entlang eilen, beachten die Gedenktafel am grauen Haus Nr. 5: „Der Sprachforscher Karl Verner, 7. März 1846 – 5. November 1896, lebte hier von 1851 bis 1875“. Hier, wo sich heute im Erdgeschoss ein Schuhgeschäft und ein Pelzgeschäft befinden, wohnte Karl Verner während seiner Schulzeit von 1857 bis 1864 in seiner Familie. Täglich ging er den Weg über den Lille Torv, vorbei an der Domkirche, zur Schule. Heute fällt es schwer, sich die damalige Umgebung auf dem kurzen Fußweg vorzustellen. Es gab keine Leuchtreklamen in allen Farben des Regenbogens. Die Geschäfte waren klein und hatten keine großen, beleuchteten Schaufenster mit bunten Werbebannern.

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Gedenktafel an Verners Geburtshaus in der Vestergade.

 

Karl Adolf Verner wurde am 7. März 1846 in Aarhus als zweiter von sechs Söhnen geboren. Sein Vater war der aus Deutschland eingewanderter Strumpfweber und spätere Bekleidungsfabrikant Friedrich Wilhelm Werner (1820-76). Seine Mutter Catharina Dorothea Hansen (1817–73) stammte aus Roskilde und wuchs in Kalundborg in einem Zollbeamtenhaushalt auf. Als einziger der Familie danisierte Karl Verner seinen deutschen Geburtsnamen. Das passierte in den Jahren nach dem dänisch-deutschen Krieg von 1864.

Karl Verners Name zählt bis heute in der internationalen Welt der Wissenschaft, und wer sich mit der Sprachgeschichte beschäftigt, kommt an seiner Entdeckung nicht vorbei.

Aber für die meisten heute an der Kathedralschule ist Karl Verner unbekannt. An der Wand prangt keine Gedenktafel, die auf seine große Entdeckung und seinen weltweiten Ruhm aufmerksam macht.

Verners Gesetz – “die Entdeckung Amerikas”

Karl Verner war weder Politiker noch Staatsmann. Dennoch wurde ein Gesetz nach ihm benannt: Verners Gesetz, eine Gesetzmäßigkeit in der Sprachgeschichte. In Fachkreisen wird es nüchtern eine „Ausnahme zur ersten germanischen Lautverschiebung“ genannt; Die Sprachwissenschaftler konnten sich jahrelang eine Entwicklung in der Lautentwicklung der Sprachen nicht erklären.

Und plötzlich fand Karl Verner die Lösung und er wurde übernacht weltberühmt. Fachleute haben die Bedeutung seiner Theorie sogar mit der Entdeckung Amerikas verglichen. Also wie die Entdeckung einer neuen Welt in der Wissenschaft. Noch spektakulärer ist: diese Entdeckung wurde in der Vestergade in Århus gemacht.

Kurz zu dem historischen Rahmen: Im 19. Jahrhundert beschäftigte man sich intensiv mit der vergleichenden Sprachgeschichte. Mit dem Aufkommen des Nationalismus war man sehr daran interessiert, wie sich die Sprachen von der Ursprache in Indien, dem sogenannten Indoeuropäischen/germanischen, zu den unterschiedlichen modernen Sprachen entwickelt hatten. Der dänische Sprachforscher Rasmus Rask (1787-1832) wies nach, dass sich die Sprachen von den gemeinsamen Wurzeln zu Sprachfamilien entwickelt hatten. Er entdeckte nebenbei bemerkt auch die erste indoeuropäische Lautverschiebung noch vor dem deutschen Sprachforscher Jacob Grimm, dem diese Entdeckung sonst zugeschrieben wird. So belegen es die Quellen. Die Entwicklung der Sprachen erfolgte daraufhin in langsamen, kleinen Schritten. Rask legte den Grundstein für die vergleichende Sprachwissenschaft, die Verner an einem entscheidenden Punkt weiterentwickelte.

Verners Entdeckung ist in ihrer Formulierung einfach: Vor Verner konnte man nicht erklären, warum im Deutschen Wörter wie Vater und Bruder ein t bzw. ein d in der Mitte haben. Der ursprüngliche indoeuropäische Konsonant in der Mitte beider Wörter, t, war zu einem t bzw. einem d geworden. Warum dies so war, blieb jedoch ungeklärt. Man erklärte kurzerhand dies als eine Ausnahme zur ersten germanischen Lautverschiebung. Die erste germanische Lautverschiebung hatte um 1000 v. Chr. in den germanischen Sprachen stattgefunden und unterschied von diesem Zeitpunkt an damit endgültig diese Sprachgruppe von den anderen indoeuropäischen Sprachen. Karl Verner aber erkannte: Der Erklärung liegt im Akzent. Die ursprünglich stimmlosen indoeuropäischen Konsonanten p, t, k wurden stimmhaft, wenn der indoeuropäische Akzent nicht auf der vorangehenden Silbe lag. Eigentlich eine einfache und logische Erklärung, die ihren Grund im Leben der Sprache fand. Heute begegnen wir dieser Wechsel z.B. bei den Verben: schneiden – geschnitten.

Betrachten wir uns im Folgenden Karl Verners eigene Erläuterung des Phänomens. So wie er eines Abends im Tivoli in Kopenhagen die Sache dem ebenfalls weltberühmten dänischen Sprachwissenschaftler, Otto Jespersen (1860-1943), erläutert hat. Die ruhige Art, das Phänomen zu schildern, lässt Karl Verners besonnene Gemüt und seine bescheidene Art erkennen, die sein ganzes Leben prägten. Der Leser möge auf die ungezwungene, klare Sprache achten, die Jespersen in seiner Wiedergabe bewusst bewahrt hat:

„Ich lag damals in Aarhus und war übrigens zu dieser Zeit nicht wirklich gesund. Eines Tages wollte ich ein Mittagsschläfchen machen und nahm mir ein Buch, um dabei einzuschlafen. Zufällig war es Bopps Vergleichende Grammatik, und Sie wissen ja, dass die Sanskrit-Wörter darin besonders hervorgehoben sind, sodass man sie nicht übersehen kann. Ich schlug eine Stelle auf, und da sprangen mir die beiden Wörter pitår und bhråtar ins Auge, und ich dachte, dass es seltsam sei, dass das eine im Germanischen ein d bekommen habe, das andere aber ein f/z, was sich im Unterschied zwischen dem deutschen Vater und Bruder widerspiegelt; Und dann fielen mir die Akzentzeichen in den Sanskrit-Wörtern ins Auge. Und nun wissen Sie ja, dass in dem Zustand, in dem man gerade einschlafen will, das Gehirn am besten arbeitet, dass man neue Ideen hat und nicht durch all die gewohnten Zusammenhänge gehemmt ist, in denen wir uns im Wachzustand bewegen. Nun, da kam mir der Gedanke: Könnte es nicht der ursprüngliche Akzent sein, der die Ursache für die unterschiedlichen Konsonanten ist? Und damit schlief ich ein. Aber am selben Abend sollte ich einen Brief an Julius Hoffory schreiben; wir korrespondierten zu dieser Zeit sehr lebhaft über sprachliche Fragen, und da ich nun an der Reihe war und nichts anderes zu berichten hatte, schrieb ich ihm über den Akzent. Am nächsten Morgen dachte ich wieder daran und fand, dass es unmöglich richtig sein konnte, und ich war kurz davor, Hoffory zu schreiben, dass er sich nicht um diesen Unsinn kümmern solle; aber dann dachte ich wieder: Nein, lass ihn sich doch den Kopf zerbrechen, um es zu widerlegen. Als ich jedoch an diesem Tag meine Mittagspause machen wollte, stieß ich zufällig auf Scherers Zur Geschichte der der deutschen Sprache, und dort sah ich seine Erklärung, dass die unregelmäßige Verschiebung in den am häufigsten verwendeten Wörtern aufgetreten sein sollte, und ich sah sofort, dass das Unsinn war, denn hätten die alten Germanen das Wort fadar oder modar häufiger verwendet als brothar? Und dann machte ich mich daran, zu überprüfen, ob der von Bopp angegebene Sanskrit-Akzent wirklich richtig war, und als sich dies bestätigte, spekulierte ich weiter und fand bald ein Beispiel nach dem anderen, wo dies zutraf.”

Karl Verner und sein Schulfreund Julius Hoffory führten einen regen Briefwechsel insbesondere über sprachwissenschaftliche Themen. Hoffory (1855–97) war ein deutsch-dänischer nordischer Philologe, Germanist und Phonetiker, und erhielt als erster den Lehrstuhl für Skandinavistik an der Berliner Universität. (Leser, die mehr über Verners Gesetz erfahren möchten, seien auf den langen Nachruf in Tilskueren 1897 verwiesen, in dem Otto Jespersen in seiner gewohnt klaren Art die komplizierten sprachlichen Zusammenhänge erläutert.)

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Karl Verner, August Steffensen und Julius Hoffory. Letzterer war Professor für Nordische Philologie an der Universität Berlin und starb im Alter von nur 48 Jahren an Typhus in der Irrenanstalt bei Berlin.

Kurz darauf schrieb Verner über seine Entdeckung an Vilhelm Thomsen (1842-1927), den Herausgeber einer dänischen Fachzeitschrift. Der Sprachwissenschaftler Vilhelm Thomsen nahm später den großen Ruhm als international anerkannten ausgewiesenen Spezialisten auf dem Gebiet der indogermanischen Sprachwissenschaft. Er hielt Verners Entdeckung für richtig und forderte ihn dazu auf, ein Manuskript an eine deutsche Zeitschrift zu schicken, um die bahnbrechende Entdeckung einem größeren Leserkreis zugänglich zu machen. Daraufhin veröffentlichte Karl Verner im Jahr 1875 seine Entdeckung in der deutschen Zeitschrift für vergleichende Sprachforschung. Diese 34 Seiten sicherten ihm seine Karriere und machten ihn weltberühmt in der Welt der Sprachenwissenschaften. Wegen diesem kurzen bahnbrechenden Wissenschaftsartikel wurde dem bescheidenen Mann aus Aarhus viel Ehre zuteil: Schon 1877 verlieh ihm die Akademie in Berlin den begehrten Bopp-Preis. Ihm wurde eine Professur an der Universität Graz angeboten. 1883 wurde er aufgrund seiner Entdeckung Mitglied der niederländischen Maatschappij der Nederlandsche Letterkunde te Leiden. 1887 verlieh ihm die Universität Heidelberg die Ehrendoktorwürde. 1888 wurde er Mitglied der Königlich Dänischen Gesellschaft der Wissenschaften.

Schulzeit an der Aarhus Katedralskole

Im alter von bereits vier Jahren kam Karl Verner in die Bürgerschule. Das war bereits damals früh, und aufgrund dessen wechselte er bereits als Elfjähriger in die Kathedralschule. Dort durchlief er in den Jahren 1857 bis 1864 den üblichen Schulverlauf. 1864 beendete der die Schule mit der hervorragenden Note mg in allen Fächern ab. In seinem Nachruf zeigt sich vor Allem die Bedeutung der Benotung in der damaligen Zeit. Hervorgehoben wird hier, dass er in der Regel der Beste, Zweit- oder Drittbeste seiner Klasse war. Es gab jedoch keine Anzeichen dafür, dass er später ein weltberühmter Sprachwissenschaftler werden würde. Zwar waren die neueren Sprachen – Deutsch und Französisch – und Mathematik seine besten Fächer, aber in den damals wichtigen Gymnasialfächern Latein und Griechisch musste er sich manchmal mit der weniger guten Note „g” begnügen. In seiner Klasse galt er jedoch als der beste Lateiner. Karl Verner war ein fleißiger und gewissenhafter Schüler. Nur ein einziges Mal gab es einen Vermerk im Zeugnisheft: „Verwarnung wegen Unruhe”. Der Anlass war allerdings eine in den Augen der damaligen Zeit schwere Beleidigung des Rektors Hans H. Blache. Während des Morgengesangs hatte Karl Verner die Gelegenheit genutzt, einen trockenen Kohlstrunk in den hohen Hut des Rektors zu stecken. Der sehr beleidigte Rektor Blache (1787-1871) wollte diesen „Skarnskneit“ (Lausbuben) von der Schule verweisen. Hätte sich nicht der Geografielehrer Edvard Erslev für ihn eingesetzt, wäre Karl Verners Karriere bereits hier beendet gewesen.

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Karl Verner als Schüler der Kathedralschule in Aarhus

Auch wenn man sagen kann, Verners Entwicklung zur Sprachwissenschaft hin nicht die Fortsetzung oder Folge seiner Schulkenntnisse (Prof. Gustav Albeck in Arosia) sei, lässt sich doch feststellen, dass sein Interesse für Phonetik bereits an der Kathedralschule geweckt wurde. In einem Brief aus dem Jahr 1872 berichtet er, wie er mitten in einer Lateinstunde eine interessante phonetische Beobachtung machte. 1861 visitierte Professor Johan Nicolai Madvig (1804-86), einer der bedeutendsten klassischen Philologen Europas, als Fachinspektor den Unterricht der vierten Klasse. Wir lassen Verner selbst berichten:

„… wir hatten lateinische Aufsätze geschrieben, Madvig hatte sie durchgelesen und wollte mit uns ein paar Stunden lang über einzelne Punkte darin sprechen. Er saß auf dem Lehrersessel mit geschlossenen Augen und nickte mit dem Kopf, so wie ich ihn später oft gesehen habe, wenn er seine gedankenreichen Sätze formulierte. Nachdem er eine Regel zur Personenbezeichnung im Relativsatz (ego, tu, qui …) entwickelt hatte, wollte er ein Beispiel mit Wörtern geben, die uns bekannt waren, und fragte dann: „Wie heißt eine Fi’ne auf Latein?“ Niemand konnte ihm antworten, wir Jungen sahen uns an, denn das Wort war uns im Dänischen völlig unbekannt, geschweige denn im Lateinischen. Ich galt als der beste Lateiner in der Klasse, und Madvig hatte meinen lateinischen Aufsatz öffentlich mit „vielversprechend“ bewertet, worauf ich sehr stolz war. Ich wagte also zu antworten: ficus! [Anm.: Feige] – „Nein, nein, nein! Ein Feind: Wisst ihr nicht einmal, wie ein Feind auf Latein heißt? … Er heißt doch hostis.“ „Na ja … ein Feind“, riefen wir im Chor. „Ja, ein Fi’ne“, schloss Madvig, der offenbar weiterhin glaubte, dass der Mangel in unserem Unterricht lag und nicht in seiner Aussprache. Damals konnte ich mir überhaupt nicht vorstellen, dass der größte Philologe Dänemarks Bornholmer Schwedisch sprach, und die eklatante Abweichung vom geschriebenen Wort (in der Schule schrieben wir ja: Fjende) brachte mich dazu, über die gesprochene und die geschriebene Sprache nachzudenken, was natürlich anfangs sehr wild war, sodass ich bald versuchte, so zu sprechen, wie ich schrieb, bald wechselte ich zum anderen Extrem und schrieb, wie ich sprach: beides völlig falsch!“

Später erklärte Verner, dass er bereits in der Gymnasialzeit ein wenig in die neue vergleichende Sprachwissenschaft hineingeschnuppert hatte. Sein Geografielehrer Edvard Erslev (1824-1892) war der Lieblingslehrer Karl Verners. Verner mochte Erslevs Unterricht und dessen Geografiebuch. Erslev behandelte in seinem Lehrbuch die Themen kontrastiv. Neben den trockenen geografischen Fakten erörterte Erslev auf fesselnde Weise die sprachlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse fremder Länder. Es lässt sich wohl behaupten, dass hier Verners Interesse für das Kontrastive geweckt wurde. Ein Interesse, das später in seinem wissenschaftlichen Wirken große Bedeutung gewann.

Auch während seines späteren Studiums sollte Erslev noch großen Einfluss auf seinen ehemaligen Schüler bekommen.

Studienzeit in Kopenhagen und St. Petersburg

1864 begann Karl Verner sein Studium an der Universität Kopenhagen, zunächst in den klassischen Sprachen, dann in den nordischen. Nicht zuletzt aufgrund des Einflusses seines Lehrers Prof. Smith landete er schließlich bei den slawischen Sprachen. Von Dezember 1871 bis Oktober 1872 hielt sich Karl Verner in St. Petersburg auf, wo er Slawistik studierte.

Im Winter 1873 erwarb er seinen Magisterabschluss in slawischen Sprachen an der Universität Kopenhagen. Allerdings war es nicht sein eigener Wunsch, sein Studium abzuschließen. Er hatte sogar erwogen, aufzuhören. Nicht, weil er kein fleißiger Student war. Im Gegenteil, Verner betrieb umfangreiche Studien, aber er konnte die Dinge nicht wirklich zu Ende bringen. Doch hier drängte ihn sein alter Gymnasiallehrer Edvard Erslev zum Universitätsabschluss.

Mit seinem Studienfach hatte Karl Verner keine Aussicht auf eine Anstellung im Lehramt. Und da er auch kein Vermögen hatte, war seine Zukunft nach dem Studium völlig ungewiss. Eine Anstellung an der Universität kam nicht in Frage, denn, wie er in einem Brief vom Juni 1876 an einen seiner Sprachkollegen, Wilhelm Scherer (1841-86), Professor für Germanistik an der Universität Straßburg, schrieb: „Man betrachtet mich als eine Art Überläufer von der einzig seligmachenden klassischen Philologie zu einem Studiengang, der bei uns, obwohl wir nun eine Professur haben, noch nicht vollständig anerkannt ist.“

Zurück in Aarhus – dem Ort der großen Entdeckung

Nach seinem Studium kehrte Karl Verner in seine Heimatstadt zurück. Ihm fehlten die finanziellen Mittlen, um in Kopenhagen zu bleiben. Und in dem familiären Handwerkerhaushalt in Aarhus kam Karl Verner über die Runden. Er verdiente im Familienbetrieb ein wenig Geld mit Buchhaltung und Schreibarbeiten. Aber die meiste Zeit verbrachte er jedoch mit seinen eigenen Studien. In einem Brief an Vilhelm Thomsen bezeichnet er sich selbst als „das einzige nicht arbeitende Mitglied der Familie“. Verners größtes Problem während dieser Zeit war, dass es in Aarhus keine Universitätsbibliothek gab. Die Bibliothek der Kathedralschule, nur einen Steinwurf von der Vestergade entfernt lag, war nicht geeignet für Karl Verners ausgedehnte Studien der Sprachen. Aufgrund seines Büchermangels an Fachbüchern konnte er nicht wie während seines Studiums in Kopenhagen seine umfangreichen Sprachstudien betreiben. Er machte sich jedoch unermüdlich, Auszüge und Exzerpte aus den wenigen verfügbaren Büchern und verfasste Entwürfe für sprachliche Untersuchungen. In der Provinz gab es für den jungen Akademiker kaum Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln. Es waren keine Kollegen, mit denen er die Ergebnisse seiner umfangreichen Studien diskutieren konnte. Er hatte auch kein Arbeitszimmer.

Karl Verner war deswegen mit Allem in Århus unzufrieden. In einem Brief an Vilhelm Thomsen bezeichnet er Århus sogar als „wissenschaftliche Wüste”. Die Familie konnte seine Sprachforschung nicht unterstützen. Deshalb erwog er in seinen verzweifelten Momenten, sich entweder bei der staatlichen Eisenbahn zu bewerben, oder eine Stelle als Hauslehrer auf einer der dänischen Inseln anzunehmen. In einem Brief an Vilhelm Thomsen vom 26. September 1874 schreibt er: „Ich tröste mich jedoch damit, dass ich, wenn ich an einen Ort wie Låland oder Falster komme, wo der Dialekt interessant und noch nicht erforscht ist, die Unannehmlichkeiten des Hauslehrerlebens ausblenden und das Jahr überstehen kann.”

 

Vestergade 1865
Die Vestergade in Aarhus in früheren Zeiten: 1865

Aber als er 1875 ein Forschungsstipendium i.H.v. 800 Kronen erhielt, nahmen seine Sprachstudien wieder Fahrt auf. Jetzt endlich hatte Karl Verner wieder die Möglichkeit, vier Wochen lang in den Bibliotheken von Kopenhagen zu recherchieren. Das Stipendium erhielt er, um nach Carthaus in der Nähe von Danzig zu reisen und dort die Betonung im Dialekt der dort lebenden Kasuben zu untersuchen. Das Kaschubische ist eine westslawische Sprache, die in der Gegend westlich und südlich von Danzig gesprochen wird. In Carthaus hielt er sich als ein echter Sprachforscher meist in den Schankstuben auf, um den Dialekt der kaschubischen Bauern aufmerksam zuzuhören. Den Rest der Zeit verbrachte er in seiner Unterkunft und schrieb seine Beobachtungen auf. Ein solches Verhalten wirkte bei der Polizei verdächtig und er wurde als Spion verhaftet. Die Polizei in Carthaus erkundigte sich bei der Kopenhagener Polizei. Da man den auf Dänisch und Französisch verfassten Pass nicht verstehen konnte, musste Verner auf der Polizeiwache erscheinen und als Dolmetscher diesen selbst übersetzen. Aber er wurde erst freigelassen, als er ein Schreiben eines deutschen Professors vorlegen konnte, aus dem hervorging, dass er tatsächlich Sprachwissenschaftler und kein Spion war.

Aber die vier Wochen in den Kopenhagener Bibliotheken gaben Karl Verner die Möglichkeit, seine bahnbrechende Abhandlung über die Lautverschiebung fertigzustellen, die 18785 unter dem Titel „Eine Ausnahme der ersten Lautverschiebung” erschien. Er selbst nannte sie „eine Fußnote”. Nach seinem Aufenthalt in Danzig kehrte Karl Verner nach Århus zurück, wo ihn dieselben einfachen bedrückenden Lebensumstände erwarteten. In einem Brief vom 24. April 1876 schrieb er an Scherer in Straßburg, dass die Veröffentlichung seiner „Småartikler“ sei für ihn von existenzieller Bedeutung, „um sich aus den beengten finanziellen Verhältnissen befreien zu können“.

Bibliothekar in Halle

Vom 1. Oktober 1876 bis zum 1. Januar 1883 war Karl Verner an der Universitätsbibliothek in Halle als Beamter beschäftigt. Die Universitätsbibliothek in Halle benötigte Hilfe bei einer Neukatalogisierung. Auf deutscher Seite gab es großen Andrang auf die Stelle, und es war bemerkenswert, dass man sich hier für einen dänischen Bewerber entschied. Karl Verner begann als Bibliotheksassistent mit einem sehr geringen Gehalt, stieg aber schnell auf und endete als „zweiter Kustos“ der Bibliothek. Während seiner Zeit im Bibliotheksdienst erhielt er mehrfach Angebote für andere, besser bezahlte Stellen. Verners Dissertation hatte ihn in Deutschland so berühmt gemacht, dass mehrere Universitäten ihn gerne beschäftigt hätten. Aber Verner zog es vor, Bibliothekar zu bleiben – eine Arbeit, die er mit Leib und Seele ausübte.

Karl Verner
Karl Verner in Halle, Deutschland.

Anfangs erlaubte es das niedrige Gehalt ihm nicht, sich eine eigene Wohnung zu nehmen. Er wohnte deshalb in zwei Räumen im Bibliotheksgebäude. Nur einer davon hatte ein Fenster zum Innenhof, aber das machte Karl Verner nichts aus, denn nun war er in der Nähe seiner geliebten Bücher. Für die kostenlose Unterkunft versierte er den Dienst als Nachtwächter im Bibliotheksgebäude.

Die Bibliothek war sehr zufrieden mit dem jungen Bibliothekar Verner, der von frühmorgens bis spätabends damit beschäftigt war, die Bücher der Bibliothek zu ordnen und zu sortieren. Er war sogar so sehr begeistert von seiner Bibliotheksarbeit, dass er ein neues System zur Katalogisierung der Bücher der Bibliothek entwickelte. Typisch für den Sprachwissenschaftler Verner war ein syllabisches System zur Ordnung der Bücher. Verner wählte aussprechbare Silben statt Zahlen und Buchstaben. Jedes Buch sollte eine leicht auszusprechende Signatur erhalten, die nicht verwechselt werden konnte. Das System konnte bis zu 7 Millionen zweisilbige Wörter aufnehmen. Verners praktisches System wurde von seinen Vorgesetzten und Kollegen geschätzt, aber es wurde dennoch nicht umgesetzt. Letztendlich wäre es zu kostspielig gewesen, die vielen Bücher der Universitätsbibliothek neu zu katalogisieren.

 

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Das Café Zum Coffe Baum in Leipzig existiert seit dem 18. Jahrhundert. Hier diskutierte Karl Verner in den 1870er Jahren mit den Junggrammatikern über Sprachgesetze, und hier auf der Treppe entdeckte er das Palatalgesetz. Heute beherbergt das Gebäude ein Museum.

Während seiner Zeit in Halle lernte Verner die sogenannten Junggrammatiker kennen. Das waren die „jungen wilden Sprachwissenschaftler“ der Universität Leipzig. Der Kreis junger Wissenschaftler hatte neue Ideen zur Entwicklung der Sprachen, und Verner fügte sich schnell in diesen Kreis Gleichgesinnter ein. Der Kontakt zu den jungen Wissenschaftlern bedeutete ihm sehr viel, und viele Freundschaften blieben sein ganzes Leben lang bestehen. Er nahm regelmäßig an den Treffen der Junggrammatiker im Café Zum Coffe Baum in Leipzig teil. Die Diskussionen über sprachwissenschaftliche Themen standen im Vordergrund. Tatsache ist, dass Karl Verner dabei eine weitere Gesetzmäßigkeit in der Sprachentwicklung entdeckte, das sogenannte Palatalgesetz. Diese Entdeckung soll hier nur beschrieben werden; Das Palatalgesetz von Karl Verner besagt, dass ursprüngliche indogermanische Velare (K-Laute) palatalisiert (d.h. zu Tsch- oder Dsch-Lauten) wurden, wenn ein heller Vokal wie *e folgte. Aber wie üblich für Verner genügte es ihm, das Phänomen für seine Freunde zu erklären, und erst diese gingen dann nach Hause und schrieben darüber. Wie so oft reichte es Karl Verner, die Lösung des Problems gefunden zu haben. Nur durch die Hinweise anderer Sprachwissenschaftler, wissen wir heute, dass auch diese Entdeckung in der Sprachwissenschaft auf Verner zurückgeht.

Professor in Kopenhagen

Als 1881 der Lehrer Karl Verners, Prof. C. W. Smith, verstarb, ließ sich Verner trotz großer Bedenken dazu bewegen, sich um die Stelle als Dozent für Slawistik an der Universität Kopenhagen zu bewerben. Im April 1888 wurde er zum außerordentlichen Professor ernannt. Im selben Jahr wurde er – widerwillig – Mitglied der Königlich Dänischen Gesellschaft der Wissenschaften. Feine Gesellschaften waren für ihn sein ganzes Leben lang ein Grauen; stattdessen schätzte er die Gesellschaft einfacher Leute. Eine wahrheitsgetreue Anekdote, die von seinem langjährigen Kollegen und Nachbarn Claudius Wilkens (1844-1929) erzählt wurde, veranschaulicht diese Einstellung: Gelegentlich erhielt Verner Besuch von bedeutenden ausländischen Wissenschaftlern, die den berühmten Forscher begrüßen wollten. Diese Zeichen seiner weltweiten Berühmtheit ihm ein Graus, obwohl er ihnen sicherlich mit Rat und Tat zur Seite stehen konnte. Wilkens erzählt, dass Karl Verner Mal vor seinem Haus stand und angezogen in einem alten isländischen Lederhemd malte. Ein deutscher Professor kam vorbei und fragte, ob Herr Professor Karl Verner zu Hause sei. Der Malergeselle antwortete höflich auf Deutsch, dass „der Herr Professor” leider nicht zu Hause sei, und malte fröhlich weiter.

Auch an der Kopenhagener Universität führte Karl Verner ein stilles Leben. Er war sehr gewissenhaft in seiner Lehre. Um „den Staat nicht zu betrügen“, wie er sagte, hielt er seine Vorlesungen vom ersten bis zum letzten Vorlesungstag. Otto Jespersen nahm als Student daran teil und berichtet, dass Karl Verner ein sorgfältiger Dozent war. Verner beschäftigte sich intensiv mit den lautgeschichtlichen Zusammenhängen, die er den Studenten unermüdlich zu erklären und zu veranschaulichen versuchte. Verner schrieb Wortlisten für die Studenten, um die behandelten Probleme zu veranschaulichen. Er lieh sie den Studenten bereitwillig aus, und wie Jespersen betont, war er ein so bescheidener Mensch, dass es Verner egal gewesen wäre, wenn sie sie behalten hätten.

Otto Jespersen erzählt eine weitere typische Anekdote über Karl Verner. In der Regel bestand sein Publikum aus ein bis vier Studenten, da seine Vorlesungen exotischen Themen wie Russisch, Altbulgarisch und Ähnliches gewidmet waren. Zu seiner großen Überraschung fand sich in einem Semester eine große Zuhörerschaft in seinem Hörsaal ein. Die Studenten kamen früher, um die Vorlesungen des berühmten dänischen Literaturkritikers Georg Brandes (1842-1927) zu hören, der im Hörsaal nebenan seine Vorlesung hielt. Um sich einen guten Platz in Georg Brandes’ überfülltem Hörsaal zu sichern, erschienen sie eine ganze Stunde früher zur Universität. Die vielen Zuhörer missfielen Karl Verner. Er verlegte deshalb rasch seine Vorlesung in einen anderen Hörsaal.

“Die Sprache greifen und fühlen können” – Verner und die Technik

Sein ganzes Leben blieb Karl Verner ein bescheidener und zurückhaltender Mensch. Seine Studien waren von großem Fleiß getragen. Aber wenn er die Lösung für ein Problem gefunden hatte, war für ihn seine Arbeit beendet. Sich danach hinzusetzen und alles aufzuschreiben, damit andere über das Problem lesen konnten, war für ihn nicht mehr interessant. Die wenigen Dinge, die er veröffentlicht hat, verdankten sich daher nur den Überredungskünsten anderer. Über Karl Verner wurde gesagt, dass er bis zuletzt voller Selbstkritik und guter Ideen gewesen sei – gewiss eine schwierige Kombination. Aber an Verners Entdeckungen gab es nichts auszusetzen.

Karl Verners Sprache in Abhandlungen und Briefen zeichnet sich durch einen logisch klaren Stil aus. Man kann sie auch heute noch ohne Schwierigkeiten verstehen, und sie haben bis heute Gültigkeit.

Charakteristisch für Verners leidenschaftliches Interesse an Sprache und Lautentwicklung war, dass er sich bereits 1886 einen Edison-Phonographen anschaffte. Dieser Vorläufer des Tonbandgeräts war damals ein kostspieliges Gerät. Es war das erste Gerät zur mechanischen Aufzeichnung und Wiedergabe von Schall, welches Thomas Alva Edison im Jahr 1877 erfand und im Februar 1878 patentieren ließ. Mit großem Geschick hatte Verner es selbst verbessert und er konnte nun die menschliche Sprache erstmals sichtbar machen. Wenn man in einen Trichter sprach, wurden die Schwingungen des Tons in eine Zinnfolie eingraviert/geritzt. Die meterlangen Aufzeichnungen ermöglichten es, Laute zu vergleichen. In einem Brief an seinen Bruder, den Ingenieur Ludvig Werner, schrieb Karl Verner am 16. Juni 1886: „Die Sprachwissenschaft konnte bisher nicht genau genug werden, weil man bei ihren Grundelementen, den Lauten, zu sehr auf das Subjektive angewiesen ist: das Trommelfell jedes Einzelnen. Der eine hört und nimmt einen Sprachlaut so wahr, der andere anders; aber wie er objektiv ist, weiß niemand. Mein Plan besteht darin, die Sprachlaute so zu verändern, dass man sie greifen und fühlen kann.“ Verner wollte die Schwingungskurven der Laute von der Natur selbst aufzeichnen lassen. Sein Ziel war es, zu untersuchen, woraus Sprachlaute bestehen. Heute ist man in der Phonetik weit fortgeschritten und in der Lage, mit modernen Instrumenten Laute mit großer Präzision aufzuzeichnen. Verners Versuch mit seinem „Edisonographen“ ist nur ein kleiner Schritt auf dem Weg dorthin. 1892 hielt Verner vor der Wissenschaftlichen Gesellschaft einen Vortrag über seine Aufnahmen mit dem Phonographen mit dem Titel: Ein Versuch, Sprachschwingungen aufzuzeichnen. Es mangelte nicht an Aufforderungen, über die Experimente mit der „Maschine” zu schreiben, aber leider nahm er dieses Wissen mit ins Grab. Nach einem Schlaganfall und kurzer Krankheit starb Karl Verner am 5. November 1896.

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Das Steingutrelief von Karl Verner, geschaffen vom Bildhauer Knud Nellemose. Es hängt im Verner-Zimmer in Nobelparkenm Universität Aarhus.

Nachwort und Moral

Auch dieser Artikel soll eine Moral haben. Wenn man einen Beitrag für ein Schuljubiläumsbuch verfasst, sollte dies Teil davon sein. Der Beitrag verfolgt zwei Ziele: Erstens soll er an einen berühmten ehemaligen Schüler der Aarhus Katedralskole erinnern. Als solcher steht Karl Verner bereits ein wenig im Schatten der vielen anderen großen ehemaligen Schüler. Doch Karl Verners „Entdeckung Amerikas“ im Bereich der Sprachwissenschaft ist nicht weniger ruhmreich als die Leistungen anderer großer Schüler der Aarhus Katedralskole, wie beispielsweise des Altertumsforschers Ole Worm oder des Astronomen Ole Rømer.

Zweitens soll dieser Beitrag etwas über die interessante Beschäftigung mit Sprache und Sprachentwicklung erzählen. Eine Wissenschaft, die in unserer datenorientierten Zeit etwas aus der Mode gekommen ist. Die Sprachwissenschaft hat, genau wie ihre Schwester, die Literaturwissenschaft, letztendlich nur den Zweck, uns ein besseres Verständnis von uns selbst zu vermitteln. Und man könnte vielleicht sagen: zu unserer Freude. Doch das Wissen über die Geschichte unserer Sprache kann uns Einblicke in unsere europäische Geschichte gewähren. Es ist ein Fachgebiet, das nicht im Schatten anderer Wissenschaften stehen sollte.

LINKS:

https://auhist.au.dk/showroom/galleri/personer/karlverner1846-1896/

https://auhist.au.dk/showroom/artikler/verner-relief/

https://da.wikisource.org/wiki/Biografi_(Karl_Verner)

ALTERNATIVE BILDUNTERSCHRIFTEN

„Karl Verner – ein weltberühmter Schüler”. Der Artikel wurde zuvor in dem Buch Aarhus Katedralskole, 1195-1995, herausgegeben von Finn Stein Larsen, auf Dänisch veröffentlicht. Aarhus: Aarhus Katedralskole, 1995.

Lars H. Eriksen. Geboren 1957, Abiturient der Aarhus Katedralskole 1976, Studium der Nordistik, Sprachwissenschaft, Germanischen Philologie sowie Studium der Rechtswissenschaften, Steuerrecht und Wirtschaftswissenschaften an der Universität Aarhus, der Universität Düsseldorf, der Universität Bayreuth und der Universität Süddänemark.

Cand. phil. in Dänisch 1982, Ph.D. 2001 mit einer Dissertation zum Thema „Die Sprache vor Gericht in Dänemark und Deutschland” („Sprache vor Gericht und in der Verwaltung”) – Dozent für Dänisch in Bayreuth 1980-90, juristischer Referendar in Bayern 1990, anschließend Rechtsreferendar in Bayreuth, Mitarbeiter in Anwaltskanzleien in Düsseldorf, Sachsen und Bayern. 1996-2001 Universitätsassistent für Dänisch und Deutsch im grenzüberschreitenden Studium in Sønderborg und Flensburg. Mitarbeiter bei internationalen Sprachprojekten zu Sprachpolitik und Sprachrecht; Steuerrecht, EU-Konzernsteuerrecht und Strafrecht. Mitarbeiter bei der EU-Kommission für internationale soziale Sicherheit. Arbeitet derzeit als Steuerberater für internationale Angelegenheiten in Südschleswig. Hat Artikel über deutsche und dänische Sprachverhältnisse, Sprachunterricht und rechtliche Themen verfasst.

Herausgeber mehrerer deutsch-dänischer Wörterbücher in den Bereichen Recht und Steuern/Jahresabschlüsse 2016-2021, zuletzt:

– Juristisches Wörterbuch Deutsch-Dänisch, 380 Seiten

 Neue Ausgabe 2021.

– Juristisches Wörterbuch Dänisch-Deutsch, 380 Seiten

 Neue Ausgabe 2021.

– Neues Rechnungswesen-Wörterbuch Dänisch-Deutsch, 305 Seiten

 Mit beispielhafter Übersetzung eines dänischen Jahresabschlusses

 Neue Ausgabe 2021.

– Neues Buchhaltungswörterbuch Deutsch-Dänisch, 256 Seiten.

 Mit beispielhafter Übersetzung eines deutschen Jahresabschlusses

 Neue Ausgabe 2021.

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